Wer etwas bewegen will, braucht dazu nicht nur Ideen, sondern auch Geld. Das gilt selbstverständlich auch für Projekte zum Strukturierten Dialog. Zwar kann man durchaus Einiges durch ehrenamtliches Engagement stemmen, doch die Grenzen sind schnell erreicht, will man den Beteiligten gute Rahmenbedingungen bieten.



Mit der Aktion 5.1 stellt das EU-Förderprogramm JUGEND IN AKTION unter der Überschrift „Begegnungen junger Menschen mit Verantwortlichen für Jugendpolitik“ seit 2007 ein spezielles Budget für Projekte zum Strukturierten Dialog zur Verfügung. Und die gute Nachricht ist: Das Budget wurde 2012 erneut aufgestockt!
Über die Aktion 5.1 können sowohl nationale als auch transnationale Projekte gefördert werden, die sich an Jugendliche im Alter zwischen 15 und 30 Jahren richten und deren Begegnung mit politischen Entscheidungsträgern/-innen unterstützen.
Die Förderhöchstsumme beträgt 50.000 €. Die beantragte Summe darf maximal 75 % der Gesamtkosten des Projektes umfassen, die restlichen 25 % müssen kofinanziert werden, also aus anderen Finanzierungsquellen kommen. Die Antragstellung steht allen gemeinnützigen Organisationen und öffentlichen Einrichtungen in Deutschland offen.
Der deutsche Ansprechpartner für das EU-Programm JUGEND IN AKTION ist die Agentur JUGEND für Europa. Um die Entwicklung eines langfristig tragfähigen Konzeptes zur Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland zu unterstützen, hat JUGEND für Europa gemeinsam mit dem Deutschen Bundesjugendring eine Förderstrategie für die Aktion 5.1 erarbeitet. Nach dieser Strategie fördert JUGEND für Europa seit 2009 prioritär Projekte.
Generell gelten natürlich zunächst einmal die Richtlinien des Programms JUGEND IN AKTION. Die in der Förderstrategie vereinbarten Kriterien richten sich insbesondere an Projektträger/-innen, die mit ihrem 5.1-Projekt eine größere Reichweite oder die Funktion einer Vernetzungsstelle für die Umsetzung des Strukturierten Dialogs anstreben.
Neben diesen allgemeinen Anforderungen gibt es weitere Anforderungen, die sich nach Projekten, die einen Strukturierten Dialog in einem Bundesland bzw. einer Region, und Projekten, die einen Strukturierten Dialog in einem Themenfeld der Kinder- und Jugendhilfe entwickeln möchten, unterscheiden.
Kriterien für Projekte mit einer landesweiten bzw. regionalen Ausrichtung
Kriterien für Projekte mit einer bundeszentralen, themenspezifischen Ausrichtung
JUGEND für Europa – Deutsche Agentur
für das EU-Programm JUGEND IN AKTION
Team Aktion 5.1
Godesberger Allee 142-148 | 53175 Bonn
E-Mail: initiative[at]jfemail.de
www.jugend-in-aktion.de
Von Seiten des Bundes, der Bundesländer sowie der Städte und Kommunen gibt es (derzeit) in der Regel keine speziellen Mittel für Projekte zum Strukturierten Dialog. Das heißt aber nicht, dass Vorhaben nicht durch bestehende Förderprogramme der öffentlichen Hand finanziert werden können. Ähnliches gilt für die Förderung durch Stiftungen. Die Frage ist nur, welcher Fördermittelgeber und welches Programm am besten für das eigene Projekt geeignet sind.
Leider ist die Antwort – wie so häufig bei Finanzierungsfragen – nicht ganz einfach, da sie sehr stark vom geplanten Vorhaben abhängig ist. Handelt es sich um ein nationales oder internationales Projekt? Ist der potenzielle Antragsteller ein anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe? Soll es um eine besondere Zielgruppe gehen? Je nachdem wie die Antworten auf diese und eine Reihe weiterer Fragen ausfallen, führt der Weg durch den „Förderdschungel“ in die eine oder die andere Richtung.
Es bleibt einem also nichts anderes übrig, als sich seinem Ziel schrittweise anzunähern, bis man die passende(n) Finanzierungsquelle(n) gefunden hat.
Linktipp
Einen Einstieg bieten die Förderinformationen des Fachkräfteportals der Kinder- und Jugendhilfe. Neben den wichtigsten Finanzierungsquellen für den Jugendbereich finden sich dort Links zu verschiedenen Förderdatenbanken.