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Ohne Moos nichts los! Fördertipps für Projekte zum Strukturierten Dialog

Wer etwas bewegen will, braucht dazu nicht nur Ideen, sondern auch Geld. Das gilt selbstverständlich auch für Projekte zum Strukturierten Dialog. Zwar kann man durchaus Einiges durch ehrenamtliches Engagement stemmen, doch die Grenzen sind schnell erreicht, will man den Beteiligten gute Rahmenbedingungen bieten.

 

 

Drei Blumentöpfe, in denen 10-Euro-Scheinen wachsen. Foto: Images Money - flickr (CC:BY)
Foto: Images Money - flickr (CC:BY)
  • Logo der deutschen Agentur JUGEND für Europa

Speziell dafür gemacht: 
Die Aktion 5.1 bei JUGEND IN AKTION

Mit der Aktion 5.1 stellt das EU-Förderprogramm JUGEND IN AKTION unter der Überschrift „Begegnungen junger Menschen mit Verantwortlichen für Jugendpolitik“ seit 2007 ein spezielles Budget für Projekte zum Strukturierten Dialog zur Verfügung. Und die gute Nachricht ist: Das Budget wurde 2012 erneut aufgestockt!

Über die Aktion 5.1 können sowohl nationale als auch transnationale Projekte gefördert werden, die sich an Jugendliche im Alter zwischen 15 und 30 Jahren richten und deren Begegnung mit politischen Entscheidungsträgern/-innen unterstützen.

Die Förderhöchstsumme beträgt 50.000 €. Die beantragte Summe darf maximal 75 % der Gesamtkosten des Projektes umfassen, die restlichen 25 % müssen kofinanziert werden, also aus anderen Finanzierungsquellen kommen. Die Antragstellung steht allen gemeinnützigen Organisationen und öffentlichen Einrichtungen in Deutschland offen.

Die Förderstrategie

Der deutsche Ansprechpartner für das EU-Programm JUGEND IN AKTION ist die Agentur JUGEND für Europa. Um die Entwicklung eines langfristig tragfähigen Konzeptes zur Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland zu unterstützen, hat JUGEND für Europa gemeinsam mit dem Deutschen Bundesjugendring eine Förderstrategie für die Aktion 5.1 erarbeitet. Nach dieser Strategie fördert JUGEND für Europa seit 2009 prioritär Projekte.

Kriterien gemäß der Förderstrategie

Generell gelten natürlich zunächst einmal die Richtlinien des Programms JUGEND IN AKTION. Die in der Förderstrategie vereinbarten Kriterien richten sich insbesondere an Projektträger/-innen, die mit ihrem 5.1-Projekt eine größere Reichweite oder die Funktion einer Vernetzungsstelle für die Umsetzung des Strukturierten Dialogs anstreben.


Kriterien

  • Um einen unmittelbaren Dialog zwischen Jugendlichen und jugendpolitisch Verantwortlichen zu ermöglichen, werden politische Entscheidungsträger/-innen verschiedener politischer Ebenen (Kommune, Land, Bund, Europa) in das Projekt eingebunden.

  • Zur Förderung der Kontinuität und der Nachhaltigkeit des Dialogs und um einen fortgesetzten Austausch sicherzustellen, werden statt einer einmaligen Veranstaltung mehrere und möglichst vielfältige Maßnahmen organisiert. Dabei werden Aktivitäten verschiedener Ebenen miteinander verbunden.

  • Die Aktivitäten werden in Zusammenarbeit mit Jugendverbänden und Jugendringen durchgeführt. Darüber hinaus werden weitere Partner/-innen aus der Jugendarbeit/-hilfe und anderen Bereichen (z.B. Schulen) einbezogen. Die beteiligten Partner/-innen werden in Vor- und Nachbereitungsmaßnahmen informiert und qualifiziert. Es herrscht Transparenz über die laufenden Aktivitäten.

  • An den Aktivitäten werden möglichst viele Jugendliche beteiligt und in deren Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung aktiv einbezogen.

  • Der/die Projektträger/-in betreibt eine aktive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bzw. unterstützt die seiner/ihrer Partner/-innen und sorgt dafür, dass Medien und Entscheidungsträger/-innen über die Aktivitäten und deren Ergebnisse informiert werden.

  • Die Projekte berücksichtigen die vorhandenen thematischen Vorgaben der Agenda des Struk-turierten Dialogs im Rahmen der europäischen Jugendpolitik. Darüber hinausgehende Fragestellungen, die sich an den Belangen und Bedürfnissen junger Menschen orientieren, können in die Maßnahmen aufgenommen werden.

  • Der Projektträger bzw. die Projektträgerin stellt sicher, dass die Ergebnisse der von ihm/ihr angeregten Dialogprozesse zur thematischen Agenda des Strukturierten Dialogs an die Koordinierungsstelle weitergegeben werden und das Feedback dazu anschießend an die Teilneh-mer/-innen des Projekts weitergeleitet wird.

  • Im Rahmen des Projekts wird über den Strukturierten Dialog und seinen europäischen Bezug informiert. Darüber hinausgehende europäische Bezüge sind wünschenswert.


Neben diesen allgemeinen Anforderungen gibt es weitere Anforderungen, die sich nach Projekten, die einen Strukturierten Dialog in einem Bundesland bzw. einer Region, und Projekten, die einen Strukturierten Dialog in einem Themenfeld der Kinder- und Jugendhilfe entwickeln möchten, unterscheiden.

Kriterien für Projekte mit einer landesweiten bzw. regionalen Ausrichtung

  • Der/der Projektträger/-in ist in Kontakt mit den für Jugendfragen zuständigen Behörden seiner/ihrer Region und erhält deren aktive Unterstützung.
  • Zur Koordinierung des Strukturierten Dialogs wird im Bundesland bzw. in der Region ein breites Bündnis mit verschiedensten Partnern/-innen hergestellt.


Kriterien für Projekte mit einer bundeszentralen, themenspezifischen Ausrichtung

  • Der/die Projektträger/-in steht in Kontakt mit den Behörden bzw. Institutionen, die für das spezifische Themenfeld der Kinder- und Jugendhilfe relevant sind, und erhält deren aktive Unterstützung.
  • Innerhalb seiner/ihrer Strukturen initiiert und begleitet der/die Projektträger/-in eine möglichst große Zahl von Aktivitäten auf lokaler, regionaler, nationaler und ggf. europäischer Ebene.

 

» Die vollständige Förderstrategie zum Download


Information und Beratung

JUGEND für Europa – Deutsche Agentur
für das EU-Programm JUGEND IN AKTION
Team Aktion 5.1
Godesberger Allee 142-148 | 53175 Bonn
E-Mail: initiative[at]jfemail.de
www.jugend-in-aktion.de

 

 

Weitere Finanzierungsmöglichkeiten

Von Seiten des Bundes, der Bundesländer sowie der Städte und Kommunen gibt es (derzeit) in der Regel keine speziellen Mittel für Projekte zum Strukturierten Dialog. Das heißt aber nicht, dass Vorhaben nicht durch bestehende Förderprogramme der öffentlichen Hand finanziert werden können. Ähnliches gilt für die Förderung durch Stiftungen. Die Frage ist nur, welcher Fördermittelgeber und welches Programm am besten für das eigene Projekt geeignet sind.

Leider ist die Antwort – wie so häufig bei Finanzierungsfragen – nicht ganz einfach, da sie sehr stark vom geplanten Vorhaben abhängig ist. Handelt es sich um ein nationales oder internationales Projekt? Ist der potenzielle Antragsteller ein anerkannter Träger der Kinder- und Jugendhilfe? Soll es um eine besondere Zielgruppe gehen? Je nachdem wie die Antworten auf diese und eine Reihe weiterer Fragen ausfallen, führt der Weg durch den „Förderdschungel“ in die eine oder die andere Richtung.

Es bleibt einem also nichts anderes übrig, als sich seinem Ziel schrittweise anzunähern, bis man die passende(n) Finanzierungsquelle(n) gefunden hat.

Linktipp
Einen Einstieg bieten die Förderinformationen des Fachkräfteportals der Kinder- und Jugendhilfe. Neben den wichtigsten Finanzierungsquellen für den Jugendbereich finden sich dort Links zu verschiedenen Förderdatenbanken.

 

 

Koordinierungsstelle zur Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland
c/o Deutscher Bundesjugendring | Mühlendamm 3 | 10178 Berlin

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