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Schlagwort „ehrenamtliches Engagement“
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1. Welche Kenntnisse und Fähigkeiten, die junge Menschen im Rahmen der außerschulischen Bildung erwerben, haltet Ihr für besonders wichtig?
- Insbesondere das Arbeiten in Teams. Dieses wird in mehreren hundert Stunden Ehrenamt erprobt. Ein Soft-Skill Seminar kann dies in diesem Rahmen nicht ersetzen. In der Schule kann nur an konstruierten Situationen gelernt werden. In jugendverbandlicher, ehrenamtlicher Arbeit gehen junge Menschen selbsttätig Problemlagen an und ent
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- Besonders beachtenswert sehen wir drei Bereiche:
- Zum einen die demokratische Bildung durch ehrenamtliches Engagement und Teilnahme an außerschulischen Bildungsangeboten. Die Förderung der Mündigkeit jedes Einzelnen ist Grundlage unserer demokratischen Ordnung.
- Selbstbildung – das Recht eines jeden jungen Menschen auf Förde
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- Sozialkompetenzen:z.B.Teamfähigkeit, Flexibilität, Perspektivwechsel, Einhalten von Absprachen / Verantwortungsübernahme, Engagement, Gesellschaftsfähigkeit, Demokratie- und Toleranzfähigkeit, Integration und Erleben von Gemeinschaft, Konfliktfähigkeit
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- Ehrenamtliches Engagement, Identifikation mit einer Gruppe/Vereinigung/Verband/Verein
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- U.a. Folgende: Teamgeist, Organisationsfähigkeit, Selbstbewusstsein, Strategien zur positiven Konfliktlösung, Verantwortungsbewusstsein, soziales Engagement, Soziales Verhalten
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- Eigenständiges Handeln und Gruppenerlebnis bei den Pfadfindern (DPSG)
Bei den Pfadfinder sein heißt Teamgeist erleben und erfahren, was Gemeinschaft für jeden Einzelnen bedeuten kann. Bei Fahrten, Zeltlagern und anderen Projekten machen die Kinder und Jugendlichen gemeinsame Erfahrungen, die mindestens genauso wichtig sind, wie die schulische Bildung und sie bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit unterstützen. Eigene, sinnvolle Freizeitgestaltung und Engagement für andere Menschen gehören ebenso dazu wie Spaß und Begeisterung. Dies hilft, die Kinder und Jugendlichen zu eigenständigen Persönlichkeiten zu erziehen. 0 |
- Freiwillige Mitarbeit nach eigenen Interessen stärkt das eigene persönliche Engagement. Dadurch wird häufig auch eine berufliche Perspektive stärker gefördert als im schulischen Ausbildungsgang.
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- Am Beispiel der ehrenamtlichen Arbeit beim VCP Land Westfalen (christlicher Pfadfinderverband) lernen junge Menschen demokratischen Strukturen kennen, in denen sie selbständig Verantwortung übernehmen und in verantwortliche Bereiche durch die Begleitung von Älteren hineinwachsen können.
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2. Wie bewertet Ihr die Wertschätzung und Anerkennung dieser Kenntnisse und Fähigkeiten?
- Wünschenswert wäre die Unterstützung der Ehrenamtlichen durch Vorbilder, das Vorleben von Engagement als Selbstverständlichkeit in unserer Gesellschaft.
- ehrenamtliches Engagement hat nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert in der Gesellschaft. Gerade bei Bewerbungen wird hierauf auch ein besonderes Augenmerk gelegt.
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- - Arbeitgeber: schätzen grundsätzlich die Bereitschaft sich zu engagieren, aber auch die außerschulisch erworbenen Fähigkeiten und den dadurch breiteren Wissens- und Erfahrungshorizont der BewerberInnen.
Realität ist aber auch, dass Bestätigungen über ehrenamtliches Engagement in Firmen kaum zur Kenntnis genommen werden. Wicht
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- - Arbeitgeber schätzen außerschulische Fähigkeiten und die erworbenen Fähigkeiten – ist auf jeden Fall ein Einstellungskriterium; grundsätzlich wird vor allem die Bereitschaft zu Engagement sehr geschätzt, jedoch ist oft ein zu großes ehrenamtliches Engagement parallel zur Arbeitswelt nicht mehr so positiv gesehen – wünschenswer
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- - hierbei gibt es zweierlei Antworten: einmal gibt es junge Menschen, die nicht reflektieren, ob sie dabei lernen (was sie aber mit Sicherheit tun, was die Antworten der anderen zeigen), denn von vielen wird das Erlernte sehr wertgeschätzt. Ehrenamtliche Funktionsträger beschreiben immer wieder wie sie selbst in Aufgaben gewachs
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- Nur von "Ehrenamtlichen" die für ihr "Hobby" leben und dort noch etwas erreichen wollen.
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- Die Gesellschaft weiß ehrenamtliches Engagement wenig zu schätzen.
Das Ehrenamt ansich ist ein hohes Gut, dass sich aber nicht in barer Münze auszahlt, deshalb wird es in unserer Gesellschaft zu wenig wertgeschätzt! 0 |
- Junge Menschen, die in einer Gruppe engagiert sind, fühlen sich bereichert.
Die Wertschätzung des eigenen Engagements wächst mit der Rückmeldung aus der Gruppe. Wenn ich anerkannt werde, kann ich mich selbst auch wertschätzen. 0 |
- Teilnahme zeigt die Wertschätzung der Maßnahmen
Sowohl von Teilnehmer-, als auch von Familienseite aus zeigt meiner meinung nach die freiwillige Teilnahme und das anvertrauen der liebsten die Wertschätzung der Familien.
Hier wird oft nur der Spaß-Aspekt , zum Großteil aber auch der gemeinschaftsaspekt gesehen. Mit wachsendem Alter werden dann aber auch z.B. politische Bildungsaspekte gesehen. 0 |
- Um so höher der Anteil der Einsatz der Gesellschaft ist und die Möglichkeit sie zu erwerben, um so größer ist deren Anerkennung
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- Jugendliche nehmen einen Mangel an gesellschaftlicher Anerkennung des Ehrenamts wahr, teilweise sogar im Familien- und Freundeskreis. Insgesamt falle die Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit sehr gering aus. Vor allem an Hochschulen müsse nach ihrer Meinung das Ehrenamt besser anerkannt werden.
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3. Wie können die Sichtbarkeit und die Anerkennung dieser Kenntnisse und Fähigkeiten gestärkt werden?
- - Besonders wirksam erscheinen uns von z.B. Verbänden ausgestellte „Bestätigungen über ehrenamtliche Tätigkeiten“ – nicht vereinheitlicht oder zertifiziert, sondern persönlich/individuell auf Personen ausgestellt, die deren Arbeit und Leistungen hervorheben (besonderes gut einsetzbar bei Bewerbungen auf dem Arbeitsmarkt) – Idee:
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- In den Medien wird häufig über Defizite von Jugendliche berichtet -
zu selten über ihrer Stärken. Jugendliche, die positives Leisten kommen selterner vor.
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- Gesamtgesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung dieser durch z.B. Kampagnen, bedingungsloses Grundeinkommen, geringeren Leistungsdruck in Schule, Studium; Förderung ehrenamtlichen Engagements,
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- Höhere und bessere, nicht nur matierielle, Förderung von Akteuren die ohne Profitorientierung! diese Kompetenzen fördern
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- Viele Jugendliche erhoffen sich Vorteile bei Bewerbungen um Ausbildungs- oder Studienplätze. An Hochschulen müsse das Ehrenamt besser anerkannt werden. Eine lohnenswerte Anerkennung wären z.B. Vergünstigungen im ÖPNV. Wenn der Aufwand sehr groß werde, wäre eine Aufwandsentschädigung wünschenswert.
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- Jugendliche fordern beispielsweise Engagement-Angebote mit unterschiedlichem Zeitaufwand: „damit man sich trotzdem ehrenamtlich engagieren kann, auch wenn man zeitlich nicht so flexibel ist“. Einige Jugendliche wollen umfassend über mögliche ehrenamtliche Tätigkeiten informiert werden.
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- Befreiung von Kostenzuzahlung bei jeder Form von Ausbildung für Schüler im Ehrenamt!
Es ist inakzeptabel, dass beispielsweise Ausbildungen zum Jugendgruppenleiter immer noch mit hohen Teilnahmegebühren belegt werden müssen! Es ist inakzeptabel, dass Eltern solche Kosten die zur Teilnahme der Kinder an Angeboten der außerschulischen Jugendbildung nicht selbstverständlich von der Steuer absetzen können! Nach den Erkenntnissen jüngster Studien ist es meines Erachtens inakzeptabel, dass die Teilnahme an der Jugendverbandsarbeit in der außerschulischen Jugendbildung nicht nur mit schlecht bezahlten Fachkräften bestritten werden muss, sondern darüber hinaus hohe finanzielle Eigenleistungen (sei es durch Auto, Materialkosten, Mitgliedsbeiträge) erbracht werden müssen. Dies entspricht nicht der Würdigung von Ehrenamt, die diese Leistungträger unbedigt verdienen! 1 |
- Zeugnisbeiblatt
wenn es sich um besondere Aktivitätetn außerhalb vom Unterricht an der Schule handelt. 0 |
- manchmal qualifizerte Mitgliedsbescheinigungen,
z.B. wenn sich jemand in einer Organisation, für ein Projekt o.ä. langfristig ehrenamtlich eingesetzt hat, denn nonformale Bildung verträgt nicht so viel Formalität. 0 |
- Man könnte die Jugendarbeit in die Schule integrieren. Z.B. könnte die Mitarbeit in einer Jugendgruppe auf dem Zeugnis vermerkt werden.
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4. Was muss sich ändern, damit mehr junge Menschen von außerschulischer Bildung und den dabei erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten stärker profitieren?
- - Schulische und außerschulische Bildung gleichermaßen fördern
- Außerschulische Jugendbildung und das bürgerschaftliche Engagement in den Jugendverbänden und in der offenen Kinder- und Jugendarbeit müssen vom Land und von den örtlichen Trägern ebenso finanziert werden, wie die Kosten für die formale Bildung an den Schulen. Den
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- - (Hoch-)Schulen: keine Benachteiligung durch Ehrenamtliches Engagement sondern Anerkennung des Engagements in Form von Studienleistungen; Verlängerung der Bezugsdauer des BaföGs, Sonderurlaubs- bzw. Freistellungsregeln analog für ArbeitnehmerInnen
Weiterentwickung der schulischen Bildung und die Reformen des Bildungssystems: U
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- - Forderungen/Wünsche an Gesellschaft, Politik und Fördergeber: Selbstverständlich ist klar, dass es Nachweise braucht, jedoch ist der Zuwachs an rechtlichen Grundlagen/Haftungsangelegenheiten ist für ehrenamtlich Engagierte bald nicht mehr tragbar und schreckt ab!
- „Entbürokratisierung“ sollte nicht nur eine Worthülse sein. D
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- - Freiräume lassen (bezogen auf Schule, Studium und Arbeit)
- Anerkennung von ehrenamtlichem Engagement muss noch weiter gefördert und gestärkt werden
- Freistellungen/Sonderurlaub für Ehrenamtliche wieder erleichtern (Stichwort: Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes!)
- Außerschulisches Lernen erfordert Zeit. Diese Zeit sol
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- Werbeoffensive in Radio, Social Media, Fernsehen und Zeitung für Bürgerschaftliches Engagement von Jugendlichen
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- Warum nicht ein Bundesverdienstkreuz 1. Stufe für Menschen unter 30, die sich engagieren?! Ich muss nicht 65 sein um einen bedeutenden Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.
Häufig bis ausschließlich werden Ehrungen nur an Menschen vorgenommen, die sich eine bestimmte Dauer (sagen wir 30 Jahre + x) irgendwo engagiert haben. Dabei wird auf eine "qualitative" Bewertung des Ehrenamtes bewusst verzichtet. Diese Methodik verhindert aber, dass Jugendliche, die sich möglicherweise mehr als die Hälfte ihres Lebenszeit engagieren, gewürdigt werden können. Oder aber, sie werden mit extra erfundenen (aber ansonsten unbedeutenden) Auszeichnungen abgespeist. Warum nicht die bestehenden Auszeichnungen für Jugendliche öffnen? Ein Bundesverdienstkreuz 1. Stute an Menschen unter 30 (die nicht Prominent sind...) würde ein starkes Signal der Wertschätzung ausstrahlen! 0 |
- Unterstützung für ehrenamtliches Engagement durch z. B. 2 Tage zusätzlichen Bildungsurlaub pro Jahr
Last but not least: Auch finanzielle Honorierung bzw. geldwerte Leistungen!
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- Verbesserung des NC für Studienplätze, Steuerfreibetrag für Aktive (z.B. bei PC-Anschaffung) Ehrenamt Zeit geben z.B. Extaurlaub
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- Akzeptanz der Dokumente im Ehrenamt, evtl. gewisse Vorteile
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- Ehrenamtliches Engagement als Finanziellen Vorteil(Steuern / Renten/ Aufwandsentschädigung)
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