Infos zur Konsultation „Jung und wählerisch!? Jugendbeteiligung an Wahlen“

© photocrew | FotoliaWahlen sind ein zentrales Instrument demokratischer Mitbestimmung. Doch junge Menschen unter 30 Jahren beteiligen sich seltener an Wahlen als ältere Wahlberechtigte. Dieser Trend hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Seit den 1990er nahm die Wahlmüdigkeit von jungen Menschen in den meisten EU-Mitgliedstaaten überdurchschnittlich zu – auch in Deutschland.

An der Frage, wie mehr Jugendliche dazu motiviert werden können wählen zu gehen, kommt man beim Thema „Beteiligung junger Menschen am demokratischen Leben in Europa“ deshalb nicht vorbei. Die Wahlbeteiligung junger Menschen wird im ersten Halbjahr 2012 im Mittelpunkt des Strukturierten Dialogs zwischen Jugend und Politik auf europäischer Ebene stehen.

Zur Vorbereitung werden in den kommenden Wochen europaweit Jugendliche und Jugendorganisationen nach ihren Meinungen, Positionen und Lösungsvorschlägen gefragt. Wie können mehr junge Menschen für Wahlen begeistert werden? Was haltet Ihr von einer Senkung des Wahlalters? Welche anderen Möglichkeiten und Wege gibt es, Jugendliche stärker in gesellschaftliche Entscheidungen einzubeziehen?

Wir sammeln jetzt Eure Antworten auf diese und weitere Fragen!
 

So funktioniert’s

Teilt uns bis zum 15. Januar 2012 Eure Meinungen, Positionen und Vorschläge zur Jugendbeteiligung mit! In einer zweiten Phase (17. – 31. Januar 2012) werden dann alle Teilnehmer/-innen gebeten, aus den gesammelten Beiträgen diejenigen zu benennen, die ihnen am wichtigsten sind.

Auf der Grundlage dieser Bewertung werden wir von der Koordinierungsstelle für den Strukturierten Dialog in Deutschland eine Zusammenfassung erstellen, die dann – zusammen mit den Antworten aus den anderen EU-Ländern – als Grundlage für den Strukturierten Dialog auf europäischer Ebene dient. Ende April 2012 werden die EU-weiten Konsultationsergebnisse auf einer EU-Jugendkon­ferenz von Jugendvertreter/-innen und Vertreter/-innen der für Jugendfragen zuständigen Ministerien aller EU-Mitgliedsländer zu Empfehlungen gebündelt.

Mit diesen Empfehlungen werden sich die EU-Jugendminister/-innen dann im Mai 2012 auseinander setzen und entsprechende Schlussfolgerungen verabschieden. Darüber hinaus sollen die Ergebnisse aus dem Strukturierten Dialog von der EU-Kommission und den Verantwortlichen in den EU-Mitgliedstaaten für Aktivitäten zur Förderung der Wahlbeteiligung junger Menschen genutzt werden.

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Weitere Infos zur Konsultation

Was ist der Hintergrund für die Konsultation?

Junge Menschen haben das Recht, bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, gefragt und einbezogen zu werden. Das gilt auch für die europäische Ebene. Die Beteiligung Jugendlicher an der Umsetzung der EU-Jugendstrategie findet im Rahmen des sogenannten Strukturierten Dialogs mit der Jugend statt. Er soll sicherstellen, dass die Positionen und Forderungen junger Menschen zu Themen der europäischen Jugendpolitik Gehör finden. Dabei setzt man auf einen direkten und regelmäßigen Austausch zwischen Jugendlichen und politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern: Jugendliche bringen ihre Anliegen persönlich vor; die Politik setzt sich ernsthaft damit auseinander und gibt ein Feedback.

Die EU-Jugendstrategie wird nicht nur in Brüssel umgesetzt, sondern auch in den Mitgliedstaaten. Dementsprechend beginnt auch der Dialog zwischen Jugend und Politik nicht erst auf der europäischen Ebene, sondern bezieht auch die lokale, die regionale und nationale Ebene mit ein. Auf diese Weise sollen die europäischen Prozesse „geerdet“ und mit der Lebenswelt von jungen Menschen verknüpft werden.

27 Länder, 18 Monate, 1 Schwerpunktthema – das ist kurzgesagt der Rahmen für den Strukturierten Dialog, wie ihn die EU-Jugendstrategie vorsieht. Für eineinhalb Jahre wird eines der Schwerpunktthemen der EU-Jugendstrategie in den Mittelpunkt gestellt. Zu diesem finden in allen EU-Mitgliedstaaten Befragungs- und Beteiligungsprozesse mit Jugendlichen und Jugendorganisationen statt. Rund alle sechs Monate werden die Ergebnisse EU-weit zusammengetragen und auf halbjährlichen EU-Jugendkonferenzen gebündelt.

Die Basis des Strukturierten Dialogs in Deutschland bilden dezentrale Dialogprozesse auf lokaler und regionaler Ebene. Jugendverbände, Jugendparlamente, Jugendclubs, Schulklassen, lose Gruppen von Jugendlichen: Die Teilnahme am Strukturierten Dialog steht allen jungen Menschen offen. Ministerialbeamter, Bürgermeisterin, Landtagsabgeordneter, Jugendamtsleiterin oder EU-Kommissarin: Alle, die politische Entscheidungen treffen, die das Leben von Jugendlichen beeinflussen, sollen sich am Dialog beteiligen.

Gesteuert wird die Umsetzung des Strukturierten Dialogs in den Mitgliedstaaten jeweils von nationalen Arbeitsgruppen. In Deutschland setzt sich diese aus zehn Personen zusammen, die zentrale Felder der Jugendhilfe und Jugendpolitik sowie die unterschiedlichen föderalen Ebenen repräsentieren. Zur Unterstützung wurde darüber hinaus beim Deutschen Bundesjugendring eine nationale Koordinierungsstelle eingerichtet. » Weitere Infos zum Strukturierten Dialog

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Wie funktioniert das Online-Verfahren?

In Deutschland haben wir uns dazu entschieden, die Positionen und Vorschläge von jungen Menschen und Jugendorganisationen online zusammenzutragen. Dazu dient diese Website.

Wir haben uns bemüht, Euch das Eintragen Eurer Beiträge so einfach wie möglich zu machen. Fangt einfach mit dem Schreiben an. Das Einzige, was wir am Ende von Euch benötigen, ist eine funktionierende E-Mail-Adresse.

Eure Einträge können auch von anderen Besucher/-innen gelesen werden – aber außer der Koordinierungsstelle erfährt niemand Eure E-Mail-Adresse oder Euren Namen.

Die Reihenfolge, in der Ihr die Fragen beantwortet, ist frei wählbar. Genauso könnt Ihr frei entscheiden, ob Ihr eine, zwei, drei oder alle Fragen beantworten möchtet. Es ist auch möglich, eine Pause zu machen und das Eintragen an einem anderen Tag fortzusetzen. Eure Einträge könnt Ihr später ganz einfach ergänzen, bearbeiten oder wieder löschen.

Ihr könnt so viele Einträge machen, wie Ihr möchtet. Klickt dazu einfach auf den Button „Neuer Eintrag“ und eine neue Box öffnet sich.

Bitte formuliert Eure Beiträge möglichst knapp und beschränkt Euch pro Box auf eine Idee bzw. einen Gedanken (max. 300 Buchstaben). Das hilft uns, die Beiträge am Ende zu bündeln. Für Erklärungen, weitergehende Infos usw. nutzt bitte die Erläuterungsbox.

Um das Eintragen zu unterbrechen bzw. abzuschließen, klickt auf den Button „Pause / Beenden“. Ihr werdet dann nach einer E-Mail-Adresse gefragt und um ein paar weitere Angaben gebeten.

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist verpflichtend, die anderen Angaben sind freiwillig. An die von Euch eingetragene E-Mail-Adresse schicken wir automatisch eine E-Mail mit einem Bestätigungslink, den Ihr aktivieren müsst, indem ihr darauf klickt oder ihn in Euren Internetbrowser kopiert. Erst dann werden Eure Einträge endgültig gespeichert und veröffentlicht.

Mit der E-Mail erhaltet Ihr auch automatisch ein Passwort. Dieses benötigt Ihr, wenn Ihr zu einem späteren Zeitpunkt Eure Einträge ergänzen oder bearbeiten wollt. Ihr solltet unsere E-Mail also für einige Tage aufbewahren!

Eure Einträge werden auf der Website veröffentlicht. Die Koordinierungsstelle überprüft alle Einträge und behält sich vor, diese wenn nötig zu sperren.

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