Es ist soweit: Die nächste Runde des Strukturierten Dialogs auf europäischer Ebene startet! In den nächsten Wochen sind europaweit Jugendliche und Jugendorganisationen aufgerufen, ihre Meinungen, Erfahrungen, Vorschläge und Beispiele guter Praxis einzubringen.
Konkret geht es um die Frage, wie der Austausch zwischen Jugendlichen aus EU‐Ländern und Jugendlichen aus Ländern in Osteuropa, Südosteuropa, der Kaukasusregion, dem Nahen Osten und Nordafrika verbessert werden kann. Wie lässt sich das Interesse von Jugendlichen aus der EU mit diesen Staaten fördern? Wo liegen die Hindernisse und Probleme bei der internationalen Zusammenarbeit mit den Nachbarländern und Nachbarregionen der EU? Was müsste getan werden, um den Jugendaustausch zu erleichtern? (» Weitere Infos zum Thema)
Mitmachen können alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zum Alter von 30 Jahren sowie Vertreter/-innen von Jugendorganisationen. Ihr könnt Euch als Einzelperson oder als Vertreter/-in einer Gruppe beteiligen.
Leider ist uns durch die Vorgaben von europäischer Ebene ein sehr enger Zeitplan vorgegeben. Die Konsultation endet bereits am 15. Juli 2011.
Was passiert mit den Ergebnissen?
Nach dem 15. Juli sichtet die Koordinierungsstelle zur Umsetzung des Strukturierten Dialogs alle eingetragenen Positionen und Vorschläge, bündelt ähnliche Einträge und fasst alles in einem Bericht zusammen. Dieser wird ins Englische übersetzt und an den Europäischen Lenkungsausschuss, das Koordinierungsgremium für den Strukturierten Dialog auf europäischer Ebene, weitergeleitet.
Die Konsultationsergebnisse aus allen 27 EU-Ländern dienen als inhaltliche Grundlage für eine EU-Jugendkonferenz, die Anfang September in Warschau stattfindet. Dort werden Jugendvertreter/‐innen und Vertreter/‐innen der für Jugendfragen zuständigen Ministerien aller EU‐Mitgliedsländer zusammenkommen. Gemeinsam filtern sie die Punkte heraus, die für Jugendliche in allen europäischen Ländern wichtig sind und fassen sie zusammen. Am Ende steht ein Abschlussdokument, dass die gesamteuropäische Perspektive zu dem Thema widerspiegelt.
Das fertige Dokument wird an den EU-Jugendministerrat und die EU-Kommission weitergeleitet – mit dem expliziten Auftrag, die Positionen und Vorschläge der Jugendlichen und Jugendorganisationen bei ihren Entscheidungsprozessen zu berücksichtigen. Unter anderem ist geplant, dass die Ergebnisse der Konsultation zum Jugendaustausch mit EU-Nachbarschaftsländern in einen Beschluss des EU-Jugendministerrats im November 2011 einfließen.
Die von der Koordinierungsstelle erstellte Zusammenfassung der Beiträge aus Deutschland wird veröffentlicht und den Teilnehmern/-innen an der Konsultation auf Wunsch zugeschickt.
Von Januar 2010 bis Juni 2011 stand das Thema „Jugendbeschäftigung“ im Mittelpunkt des Strukturierten Dialogs. Weitere Informationen zum Prozess und seinen Ergebnissen findet Ihr » hier.
Was ist der Hintergrund für die Konsultation?
Junge Menschen haben das Recht, bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, gefragt und einbezogen zu werden. Das gilt auch für die europäische Ebene. Die Beteiligung Jugendlicher an der Umsetzung der EU-Jugendstrategie findet im Rahmen des sogenannten Strukturierten Dialogs mit der Jugend statt. Er soll sicherstellen, dass die Positionen und Forderungen junger Menschen zu Themen der europäischen Jugendpolitik Gehör finden. Dabei setzt man auf einen direkten und regelmäßigen Austausch zwischen Jugendlichen und politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern: Jugendliche bringen ihre Anliegen persönlich vor; die Politik setzt sich ernsthaft damit auseinander und gibt ein Feedback.
Die EU-Jugendstrategie wird nicht nur in Brüssel umgesetzt, sondern auch in den Mitgliedstaaten. Dementsprechend beginnt auch der Dialog zwischen Jugend und Politik nicht erst auf der europäischen Ebene, sondern bezieht auch die lokale, die regionale und nationale Ebene mit ein. Auf diese Weise sollen die europäischen Prozesse „geerdet“ und mit der Lebenswelt von jungen Menschen verknüpft werden.
27 Länder, 18 Monate, 1 Schwerpunktthema – das ist kurzgesagt der Rahmen für den Strukturierten Dialog, wie ihn die EU-Jugendstrategie vorsieht. Für eineinhalb Jahre wird eines der Schwerpunktthemen der EU-Jugendstrategie in den Mittelpunkt gestellt. Zu diesem finden in allen EU-Mitgliedstaaten Befragungs- und Beteiligungsprozesse mit Jugendlichen und Jugendorganisationen statt. Rund alle sechs Monate werden die Ergebnisse EU-weit zusammengetragen und auf halbjährlichen EU-Jugendkonferenzen gebündelt.
Die Basis des Strukturierten Dialogs in Deutschland bilden dezentrale Dialogprozesse auf lokaler und regionaler Ebene. Jugendverbände, Jugendparlamente, Jugendclubs, Schulklassen, lose Gruppen von Jugendlichen: Die Teilnahme am Strukturierten Dialog steht allen jungen Menschen offen. Ministerialbeamter, Bürgermeisterin, Landtagsabgeordneter, Jugendamtsleiterin oder EU-Kommissarin: Alle, die politische Entscheidungen treffen, die das Leben von Jugendlichen beeinflussen, sollen sich am Dialog beteiligen.
Gesteuert wird die Umsetzung des Strukturierten Dialogs in den Mitgliedstaaten jeweils von nationalen Arbeitsgruppen. In Deutschland setzt sich diese aus zehn Personen zusammen, die zentrale Felder der Jugendhilfe und Jugendpolitik sowie die unterschiedlichen föderalen Ebenen repräsentieren. Zur Unterstützung wurde darüber hinaus beim Deutschen Bundesjugendring eine nationale Koordinierungsstelle eingerichtet.
» Weitere Infos zum Strukturierten Dialog
Wie funktioniert das Online-Verfahren?
In Deutschland haben wir uns dazu entschieden, die Positionen und Vorschläge von jungen Menschen und Jugendorganisationen in einem Online-Verfahren zusammenzutragen. Dazu dient diese Website.
Wir haben uns bemüht, Euch das Eintragen Eurer Beiträge so einfach wie möglich zu machen. Fangt einfach mit dem Schreiben an. Das Einzige, was wir am Ende von Euch benötigen, ist eine funktionierende E-Mail-Adresse.
Eure Einträge können auch von anderen Besucher/-innen gelesen werden – aber außer der Koordinierungsstelle erfährt niemand Eure E-Mail-Adresse oder Euren Namen.
Die Reihenfolge, in der Ihr die Fragen beantwortet, ist frei wählbar. Genauso könnt Ihr frei entscheiden, ob Ihr eine, zwei, drei oder alle Fragen beantworten möchtet. Es ist auch möglich, eine Pause zu machen und das Eintragen an einem anderen Tag fortzusetzen. Eure Einträge könnt Ihr später ganz einfach ergänzen, bearbeiten oder wieder löschen.
Ihr könnt so viele Einträge machen, wie Ihr möchtet. Klickt dazu einfach auf den Button „Neuer Eintrag“ und eine neue Box öffnet sich.
Bitte formuliert Eure Beiträge möglichst kurz und knapp und beschränkt Euch pro Box auf eine Idee bzw. einen Gedanken (max. 300 Zeichen). Das hilft uns, die Beiträge am Ende zu bündeln. Für Erklärungen, weitergehende Infos usw. nutzt bitte die Erläuterungsbox.
Um das Eintragen zu unterbrechen bzw. abzuschließen, klickt auf den Button „Pause / Beenden“. Ihr werdet dann nach einer E-Mail-Adresse gefragt und um ein paar weitere Angaben gebeten.
Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist verpflichtend, die anderen Angaben freiwillig. An die von Euch eingetragene E-Mail-Adresse schicken wir automatisch eine E-Mail mit einem Bestätigungslink, den Ihr durch einen Klick oder durch das Kopieren in Euren Internetbrowser aktivieren müsst. Erst dann werden Eure Einträge endgültig aufgenommen und veröffentlicht.
Mit der E-Mail erhaltet Ihr auch automatisch ein Passwort. Dieses benötigt Ihr, wenn Ihr zu einem späteren Zeitpunkt Eure Einträge ergänzen oder bearbeiten wollt. Ihr solltet unsere E-Mail also für einige Tage aufbewahren!
Eure Einträge werden auf der Website veröffentlicht. Die Koordinierungsstelle überprüft alle Einträge und behält sich vor, diese wenn nötig zu sperren.
Noch Fragen?
Dann wendet Euch an die Koordinierungsstelle zur Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland beim Deutschen Bundesjugendring:
E-Mail: sd[at]dbjr.de
Telefon: 030 – 400 40-425